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Slade

Slade

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The track listing is:

1 Merry Christmas Everybody
2 Mama We're All Crazee Now
3 Gudbuy T'Jane
4 We'll Bring The House Down
5 Far Far Away*
6 Everyday
7 Take Me Bak 'Ome
8 Thanks For The Memory*
9 How Does It Feel*
10 Cum On Feel The Noize

Slade wurde 1966 in Wolverhampton, Grafschaft Stafford, zum Quartett und stieg 1969 mit dem damals populären Skinhead-Look kurzrasierter Haare, Nagelschuhe und nietenbeschlagener Jeans unter dem Namen Ambrose Slade in die Musikszene an der Themse ein. Doch der aggressive Appeal verfehlte seine kommerzielle Wirkung bei der Arbeiterjugend des Londoner East End. Obendrein weigerten sich viele Clubbesitzer, die Band für Auftritte zu buchen, da sie bei Slade-Abenden ein Schlägerpublikum befürchteten. Auf Anraten ihres Managers Chas Chandler, der bei den Animals Baßgitarre gespielt und Jimi Hendrix betreut hatte, rüsteten Neville "Noddy" Holder (voc, g), am 15. Juni 1946 in Walsall, Warkshire, geboren, Dave Hill (g), am 4. April 1952 in Fleet Castle, Devon, geboren, Jim Lea (bg), am 14. Juni 1952 in Wolverhampton geboren, und Don Powell (dr), am 10. September 1950 in Bilston, Warkshire, geboren, ihr militantes Image ab und legten farbenprächtige Phantasiekostüme an, deren sinistrer Prunk zahlreiche Beobachter an Charaktere aus Stanley Kubricks Horror-Show "A Clockwork Orange" erinnerte. Mit Monturen aus der Charles Dickens-Ära, spiegelbeklebten Hüten, silberglänzendem Weltraum-Frack und gebauschtem Langhaar spielten sie nunmehr als Slade ihren simplen Anheizer-Rock am besten live, vor einem Publikum "so um die 16" (Holder), das sich, genau wie sie selber, im wesentlichen nur für "Fußball, Puppen und Bier" ("Melody Maker") zu interessieren schien. Ihre derben Amüsier-Riffs hatten die Musiker ohne technischen Aufwand effektvoll auf Platte gebracht. Die Produktionskosten für die ersten drei Alben und sechs Hit-Singles betrugen nicht mehr als zusammen 35000 Mark - soviel wie Alice Cooper zu jener Zeit für eine Single-Aufnahme ausgab. Als gelegentlicher Drei-Minuten-Extrakt waren Songs wie Coz I Luv You, Look Wot You Dun, Take Me Bak 'Ome, Mama Weer All Crazy Now und Merry Xmas Everybody unterhaltsam, frisch und frech. Auf LPs jedoch "beginnt ihre Kreativität Löcher zu zeigen" ("Melody Maker"). Die Slade-Show blieb vornehmlich eine europäische Attraktion, da sich der Hauptexportmarkt Amerika einem so prononciert britischen Goodtime-Rock nicht aufgeschlossen zeigte. "Das Problem ist", erkannte der "Melody Maker", "daß Slade eine Band für Singles bleibt." Die immerhin wurden von US-Kritikern gelobt: "Spektakulär guter Rock'n'Roll" ("Stereo Review"). Als Anfang der achtziger Jahre die Dampfhammer-Musik eine Renaissance erlebte, kam auch das launige Kumpel-Quartett der Slade wieder in den Bierdunstkreis der Szene-Clubs. "Modern, muskulös und metallisch" ("Billboard") schepperte ihr von Deep Purple bis Van Halen abgekupfertes "Arbeitslosen-Klamaukgetöse" ("New Musical Express") einer neuen Verbrauchergeneration in den Ohren. Damit bewiesen sich die Radau-Rentner als "eine der ausdauerndsten und kompromißlosesten Bands - bis uns die Taubheit scheidet" ("Melody Maker"). Das fand Anfang der neunziger Jahre auch die Bekleidungsfirma C & A, nahm Far Far Away als Soundtrack für einen ihrer Werbespots und bescherte Slade neue Verkäufe.

 

 

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